Zahnlücken, schiefe Schneidezähne, abgesplitterte Zähne, ungleichmäßige Zahnabstände, unschön verfärbte Zähne – wenn die Harmonie der vorderen Zahnreihen gestört ist, sorgen Veneers aus Keramik für eine neue Gebiss-Fassade. Das Prinzip ist denkbar einfach: Alles, was die Optik stört, verschwindet hinter einer Verblendschale. Früher waren Veneers rund 0,5 bis 0,8 Millimeter dick, heute können Zähne in einem minimal-invasivem Verfahren mit hauchdünnen Keramikschalen von 0,2 bis 0,3 Millimeter noch natürlicher veredelt werden. Private Krankenversicherer und auch gesetzliche Krankenkassen übernehmen in bestimmten Ausnahmefällen die Behandlungskosten, fragen Sie Ihren Zahnarzt ob in Ihrem Fall Chancen bestehen.
Vor einer Veneers-Behandlung muss sich der Arzt vergewissern, dass die Wurzeln gesund und keine Karies vorhanden sind. In einer ersten Sitzung nimmt er zunächst Abdrücke für die Veneers, gleichzeitig schleift er die Zähne zurecht, damit die Veneers nach ihrer Befestigung perfekt angepasst werden können. Bei einzelnen Veneers muss stärker abgeschliffen werden, wird eine ganz Zahnreihe verblendet, reicht es, die Zahnoberflächen aufzurauen, in jedem Fall wird weniger abgeschliffen als bei einer Krone. Bis zur zweiten Sitzung erhält der Patient ein Provisorium, in der Zwischenzeit werden die Veneers im gewünschten Farbton und gemäß den Abdrücken vorbereitet, dann mit Hilfe eines Spezialkleber befestigt. Prinzipiell ist der Verblendung mit Keramikschalen für jeden geeignet, allerdings bringt bei Patienten mit zahlreichen Füllungen ein Überkronen der betroffenen Zähne oftmals die stabilere Lösung.