Fettabsaugung per Ultraschalltechnik (UAL)
Auch bei der ultraschallassistierten Fettabsaugung (Ultrasonic-Assisted-Lipectomy, UAL) wird im ersten OP-Schritt eine Kochsalzlösung in das Fettgewebe gespritzt, um es aufzuweichen. Dann zerstört der Operateur die Fettzellen mit einer Ultraschallsonde. Schwierigkeit dabei: Der Operateur muss die Sonde ständig in Bewegung halten, sonst kommt es in Sekundenschnelle auch mit den Geräten der neusten Generation zu Verbrennungen unter der Haut. Anschließend saugt er auf traditionelle Art mit Kanülen ab. Die UAL erfordert im Vergleich zur Tumeszenztechnik relativ dicke Kanülen (acht bis zwölf Millimeter). Die Folge: Größere Narben. Außerdem besteht durch die Ultraschallfrequenz die Gefahr, dass die Nervenscheiden dauerhaft beschädigt werden und somit permanente Taubheitsgefühle bleiben. Ein weiterer Nachteil: Der Eingriff ist deutlich zeitaufwendiger und damit belastender für den Organismus des Patienten. Zwar kann ein geübter Operateur auch mit der UAL durchaus ästhetische Absaugergebnisse erzielen – besonders in Körperarealen mit viel Bindegewebe (Rücken, Hüften, männliche Brust). Aufgrund der besonders hohen Komplikationsgefahr darf die Ultraschalltechnik aber nicht erste Wahl sein: Selbst bei größter ärztlicher Sorgfalt bleibt durch die hohe Temperatur der Ultraschallsonde ein beträchtliches Risiko, Haut und Gewebe zu verbrennen. Man kann davon ausgehen, dass nicht zuletzt aus diesem Grund die Verbreitung der UAL in letzter Zeit nachgelassen hat.