Synthetisch hergestellte Milchsäure ist der Newcomer unter den resorbierbaren Füllstoffen. Vorteile: Milchsäure kommt von Natur aus im Körper vor und ist biologisch verträglich, Allergien sind bisher selten vorgekommen. Die Substanz verteilt sich auch über größere Flächen, daher können nicht nur tiefe Mund- und Nasolabialfalten, sondern auch eingefallene Wangen-Konturen korrigiert werden. Zudem hält die glättende Wirkung bis zu einem Jahr an. Eigentlich die besten Voraussetzungen, Kollagen und Hyaluronsäure zu verdrängen – wenn da die Nachteile nicht wären: Noch gibt es keine verlässlichen Langzeiterfahrungen, das Präparat wird erst seit relativ kurzer Zeit als Faltenfüller eingesetzt. Um die maximale Wirkungsdauer von mindestens zwölf Monaten zu erreichen, sind mehrere Auffrischungen nötig. Bei falscher Einspritztechnik kommt es sehr viel leichter zu Knöchtenbildung (Granulomen) als bei den anderen resorbierbaren Fillern. Aus diesen Grund sind viele Ärzte wieder von Polymilchsäure als Faltenfüller abgerückt.