Fettpolster in Problemzonen können hartnäckig sein. Selbst schlanke und sportliche Menschen schaffen es oft nicht, sie niederzukämpfen. Einige überqueren beim Indoor-Cycling Woche für Woche die Alpen, andere simulieren auf dem Stepper regelmäßige Hochgebirgsbesteigungen, wieder andere versuchen es mit Klassikern wie Aerobic oder Jogging. Das Resultat ist in den meisten Fällen unbefriedigend: Selbst bei regelmäßigem Ausdauersport und Bauch-Bein-Po-Training in Kombination mit ausgewogener Ernährung halten die in den tieferen Fettschichten befindlichen Polster in bestimmten Regionen des Körpers ihre Stellung wie ein Fels in der Brandung. Grund: Das genetische Programm unseres Körpers hat sie als eiserne Reserve für Krisenzeiten angelegt – je nach vererbter Veranlagung mal mehr, mal weniger ausgeprägt. Diesen Fettreserven ist nur mit einem „Gewaltprogramm“ (Ausdauersport / Ernährung) oder aber mit einer Liposuktion beizukommen.
Medizinisch: „Liposuktion“ oder „Aspirationslipektomie“ – immer mehr Deutsche machen davon Gebrauch und rücken mit Hilfe der Saugkanüle ihrer Idealfigur ein Stück näher: Bundesweite Schätzungen gehen von etwa 160 000 entsprechenden Eingriffen pro Jahr aus, Tendenz steigend. Umfragen zu Folge würden sich knapp die Hälfte aller an einer Schönheits-OP interessierten Deutschen Fett absaugen lassen, dabei werden die Patienten immer jünger, zudem erhöht sich kontinuierlich der Männeranteil.
Ein Allheilmittel sind Liposuktionen nicht: Sie können weder aus dicken Menschen dünne machen, noch eine gesunde Lebensweise ersetzen. Wer aufgrund von mangelnder Bewegung und schlechter Ernährung zu viele Kilos auf die Waage bringt, sollte zunächst mit allen Mitteln versuchen, ohne operativen Eingriff in die Nähe seines Normalgewichts zu kommen. Wenn sich dann immer noch Fettpolster halten, kann eine Liposuktion der Figur möglicherweise den letzten Schliff verpassen.
Wo kann abgesaugt werden?
Nicht umsonst ist im Zusammenhang mit der Liposuktion oft von Bodyshaping, Bodyforming, Bodycountoring und Liposculpture die Rede: Der Operateur peilt ein harmonisches Gesamtbild an, deshalb entfernt er nicht nur Fettzellen, er rundet gleichzeitig eckige Konturen ab oder verengt die Taille, gegebenenfalls behandelt er in einem Eingriff mehrere benachbarte Areale. Übliche Kombinationen dabei sind Bauch-Taille oder Oberschenkel innen-Oberschenkel außen-Hüfte – vorausgesetzt die Gesamtmenge des abzusaugenden Fettes überschreitet nicht die zulässige Höchstgrenze von vier bis fünf Litern pro Sitzung.
Überschüssige Fettpolster lagern sich je nach Geschlecht in unterschiedliche Körperregionen ab – bei Frauen bevorzugt im Bereich von Po und äußeren Oberschenkeln (die sogenannten „Reithosen“), bei Männern besonders an Bauch und Taille („Rettungsringe“).
Eine Liposuktion in diesen klassischen Problemzonen stellt für geübte Operateure einen Routineeingriff dar. Mit Hilfe der Vibrationstechnik können erfahrene Spezialisten heute auch empfindlichere Bereich des Körpers modellieren, zum Beispiel Fettpolster an Kinn („Doppelkinn“) oder Hals („Truthahnhals“), aber auch an Rücken, Oberarmen, Knie, Fesseln und Waden.