Wer bereits eine Fettabsaugung hinter sich hat, muss sich um die Wahl eines allergiefreien Füllers für die Gesichtsfalten keine Gedanken machen. Aus Problemzonen an Bauch, Hüfte, Po oder Oberschenkel abgesaugtes körpereigenes Fett kann aufbereitet und bis zu zwei Jahre lang tiefgekühlt werden. Der Arzt legt eine „Fettbank“ an, von der bei Bedarf die benötigte Menge Eigenfett „abgehoben“ und zur Unterspritzung in Faltenareale eingebracht wird. Fachbegriffe dafür: Lipofilling oder Lipotransfer. Fettentnahme und Unterspritzung können auch innerhalb des gleichen Eingriffs kombiniert werden. In solchen Fällen wird die Faltenkorrektur etwas teurer, denn allein die Fettentnahme schlägt aufgrund des höheren Aufwands (OP-Team) mit mindestens 1000 Euro zu Buche. Dafür bringt in der Regel frisch aufgearbeitetes und sofort injiziertes Fett das beste Ergebnis.
Meist muss die Unterspritzung im Abstand von mehreren Wochen oder Monaten ein bis zwei Mal wiederholt werden, dafür hält der glättende Effekt länger als bei allen anderen Fillern – je nach Patient Monate bis Jahre, in vielen Fällen sogar dauerhaft. Eigenfett eignet sich im Prinzip für alle Gesichtsfalten, es kann außerdem dazu verwendet werden, eingefallene Konturen, etwa an den Wangen, oder Hautschäden durch Narben neu zu modellieren oder Lippen natürlich zu vergrößern. Nachteil: Die Methode ist aufwendiger als bei anderen Unterspritzungen, außerdem ist der Patient erst nach einigen Tagen wieder voll gesellschaftsfähig.