Es klingt abgegriffen, aber es stimmt: Ein Blick sagt oft mehr als tausend Worte. Die Augen sind unser eindeutigstes Kommunikationsorgan. Ob wir uns freuen, ob wir ärgerlich oder traurig sind, ob wir Angst haben, ob wir jemandem zustimmen oder nicht – unsere Augen verraten es, auch in Situationen, in denen wir versuchen, jede Gemütsbewegung zu vermeiden. Augen können sich nicht verstellen, Augen „sprechen“ immer die Wahrheit. Wenn sie keine Lebendigkeit ausstrahlen, verliert auch das schönste Gesicht an Ausdruck. Auf der anderen Seite kann ein Mensch mit wachen und leuchtenden Augen trotz eines vermeintlich weniger schönen Gesichts andere für sich einnehmen. Schöne, lebendige Augen machen einen Großteil der Attraktivität aus. Das Problem: Im Gesicht lassen sich Alterserscheinungen am allerwenigsten kaschieren, zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr verlieren Haut und Gewebe an Elastizität, besonders anfällig ist die dünne Haut im Augenbereich: Die Oberlider beginnen, sich über die Wimpern zu wölben und verdecken die Lidfalte („Schlupflider“, „Hängelider“), die Unterlider hängen herunter („Tränensäcke“, „Augenringe“). Außerdem kann bei erschlaffter Muskulatur Fett aus der Augenhöhle hervortreten. Begünstigt wird dieser Alterungsprozess nicht selten durch zu viel Sonneneinstrahlung und Stress, manchmal auch durch Alkohol- und Medikamentmissbrauch. Schlupflider und Tränensäcke können allerdings auch erblich bedingt sein, in solchen Fällen treten sie häufig schon im Laufe des dritten Lebensjahrzehnts auf.
Die Folge „schwer“ gewordener Lider: Ein müder Blick – ohne müde zu sein. Schlupflider und Tränensäcke sorgen dafür, dass die Augen kleiner und das gesamte Gesicht traurig und vorgealtert erscheint. Mit überschaubarem Aufwand und kalkulierbarem Risiko lassen sich Ober- und Unterlider ambulant und in örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf korrigieren – sowohl mit dem Skalpell als auch per Laser. Die Augenpartie wird dabei um etwa zehn Jahre verjüngt. Augenlidkorrekturen gehören schon lange zu den beliebtesten Schönheitsoperationen, mit einem kontinuierlich steigenden Anteil männlicher Patienten. Die Lidstraffung, auch Lidplastik genannt (medizinisch: Blepharoplastik), kann je nach Befund nur an Ober- oder Unterlid erfolgen. Es ist aber auch möglich, beide Lider in einem kombinierten Eingriff zu straffen. Bei einer solchen Kombi-Straffung ist eine Vollnarkose mit anschließendem stationärem Klinikaufenthalt anzuraten, ebenso bei schwierigen Nachkorrekturen von bereits erfolgten Lidoperationen.